Dein-Kfz.de
Autogas
Diesel und Benzin waren über Jahrzehnte die Treibstoffe, welche die Menschheit mobilisiert und den Fortschritt angetrieben haben. Seit einigen Jahren ist allerdings klar, dass es mit dieser Art der Fortbewegung nicht weitergehen kann – es muss nach Alternativen gesucht werden. Eine Variante ist – neben Elektro- und Hybridfahrzeugen – der Griff zu Autogas. Dahinter verbirgt sich der Einsatz von Flüssiggas in Verbrennungsmotoren. International wird Autogas auch LPG abgekürzt, was für Liquefied Petroleum Gas steht.
Autogas: Eine Erfolgsgeschichte?
Die Geschichte von Autogas reicht weiter zurück, als viele Autofahrer im ersten Moment vielleicht denken. Bereits Mitte der 1930er Jahre öffnete die 1. Autogastankstelle – in der Autostadt Hannover. Der Vorteil von Autogas liegt auf der Hand: Es verbrennt wesentlich umweltfreundlicher als herkömmliche Treibstoffe – selbst unter Berücksichtigung des Mehrverbrauchs.
So liegen die Emissionen der Stickoxide bei gerade einem Fünftel der Verbrennung von Benzin. Und auch die Menge unverbrannter Kohlenwasserstoffverbindungen reduziert sich um rund die Hälfte. Beim Autogas allerdings von einer Erfolgsgeschichte zu sprechen, wäre falsch. Dazu ist die Zahl der Tankstellen und der mit Autogas betriebenen Fahrzeuge leider immer noch zu gering.
Technik und Leistung von Autogas
Autogas verbrennt umweltfreundlicher als Benzin. Ist dessen Einsatz für den Autofahrer aber auch wirtschaftlicher und die Leistungseinbuße vertretbar? Heute werden zwei unterschiedliche Methoden für den Antrieb mit Autogas angeboten. Auf der einen Seite Hybridanlagen, die den Gasantrieb erst nach einer Warmlaufzeit zuschalten und monovalente Anlagen.
Der Grund für die Kombination von Benzin für den Startvorgang mit Autogas ist die Tatsache, dass diese Anlagen mit einem separaten Verdampfer arbeiten, der erwärmt werden muss, um die Energieaufnahme des Autogases beim Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand zu überbrücken.
Monovalente Anlagen arbeiten anders, hier wird das Flüssiggas direkt in den Ansaugkanal eingespritzt und geht in den gasförmigen Zustand über – etwa durch die Entspannung durch den plötzlichen Druckverlust. Welchen Leistungsverlust müssen Autofahrer beim Gasantrieb in Kauf nehmen?
Fakt ist, dass es zu messbaren Leistungseinbußen kommt. Allerdings fallen diese bei modernen LPG-Anlagen so gering aus, dass sie für den Fahrer selbst nicht bis kaum spürbar sind. Lediglich in älteren Anlagen bzw. beim Betrieb mit CNG kann es zu spürbaren Leistungsverlusten, gemessen an Benzin oder Diesel, kommen.
Autogas und die Kosten
Verbrennungsmotoren lassen sich auf den Betrieb mit Autogas umrüsten. Je nach Anzahl der Zylinder und der Leistung liegen die Kosten hierfür im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Interessanter sind die laufenden Kosten. Aufgrund einer niedrigeren Steuer ist Autogas günstiger als Benzin und Diesel. Ob sich Autogas auf lange Sicht rechnet, hängt allerdings von der zukünftigen Preisentwicklung und der Besteuerung ab.